Meine Füße freuen sich über diese Abkühlung.

Zu viele Treppen und Steigungen mussten sie hoch und wieder runter laufen. Das Meer umspielt meine müden Füße und lässt sie im weichen Sand eintauchen. Die Sonne blinzelt auf meiner Nasenspitze und das Rauschen des Meeres übertönt die wenigen Stimmen der Menschen, die sich hier ebenfalls aufhalten.

 

Willkommen in Portugal! 

Portugal ist wunderschön.

Geheimnisvoll, mystisch und farbenfroh.

Der, der schon mal da war, dem erzähle ich bestimmt nichts Neues.

Der, der noch nie da war, sollte spätestens nach dem Lesen dieses Artikels eine Reise dorthin buchen.

Denn Portugal hat mich verzaubert. Angefangen bei den beiden größten Städten, Lissabon und Porto, die beide ihren eigenen Charme haben. Der grüne Norden mit das Douro-Tal, das Weinanbaugebiet und Heimat des Portweins ist. Bis zum Süden an der Algarve, die durch goldfarbene Felsformationen und endlose Strände mit türkis-farbenem Meer geprägt sind.

3 Wochen und ca. 1.535 km kreuz und quer auf meiner Portugal Rundreise mit dem Mietwagen liegen hinter mir. Ich zeige dir hier, wohin es mich während dieser Zeit überall hinverschlagen hat. Vielleicht erliegst du dem Zauber von Portugal dann auch.

Doch kein Urlaub ohne Planung vorab, vor allem, wenn ich drei Wochen unterwegs bin.

 

Gepäck und Packliste für eine Portugal Rundreise

Mit meiner 72l Reisetasche und einem 29l Rucksack als Handgepäck bin ich super hingekommen. Im Rucksack konnte ich Laptop und meine Kamera inkl. Kameratasche gut verstauen und ein paar andere Sachen ebenso. Für das Packen meiner Reisetasche habe ich dieses Mal zum ersten Mal Kompressions-Packtaschen verwendet. Die waren sehr praktisch, weil man nach dem Einpacken der Sachen noch ein wenig Luft herausnehmen konnte und so mehr Platz in der Tasche sparen konnte. Ein weiterer Vorteil der Packtaschen ist, dass einfach mehr Ordnung in der Reisetasche herrschte und nichts mehr durch den Koffer flog.

Da ich nach jeder Reise auch immer mal wieder meine Packliste optimiere, habe ich auf meiner Portugal Rundreise kein einziges Teil umsonst mitgeschleppt, sondern wirklich alles angezogen. Zwischendurch habe ich kleine Sachen auch mal per Hand gewaschen und T-Shirts wurden ungefähr alle zwei Tage gewechselt.

Meine Packliste kannst du dir übrigens hier holen. Einfach drauf klicken und runter laden.

 

Flug nach Portugal

Unsere Flüge für unsere Portugal Rundreise im September 2017 haben wir bereits im April 2017 bei easyjet gebucht und dafür zusammen (also für zwei Personen) 345 EUR bezahlt. Für das Gepäck, das wir aufgegeben haben, haben wir dann noch einmal einen Aufpreis von 140 EUR ausgegeben.

Es empfiehlt sich auch langfristig zu planen, da man hier deutlich sparen kann. Wir haben nämlich für unsere nächste Reise nach Portugal im März 2018 bereits wieder Flüge gebucht und dieses Mal nur 80 EUR pro Person bezahlt.

 

Unterkünfte auf meiner Portugal Rundreise

Meine Unterkünfte in Portugal habe ich alle vorab gebucht. Wenn du Wert auf Komfort und Service legst und gerne vorab wissen möchtest, wo du dein Kopf bettest, dann würde ich dir das ebenfalls empfehlen. Nichts ist schrecklicher als das nehmen zu müssen, was noch übrig bleibt und wo du dich nicht wohl fühlst.

Welche Hotels ich gebucht habe, wie viel sie gekostet haben und wie ich damit zufrieden war, kannst du hier nachlesen.

 

Mietwagen

Günstig war unser Mietwagen nicht. Ehrlich gesagt ist es mir bis jetzt ein Rätsel wie man einen Mietwagen noch günstiger erhält. Für Tipps bin ich offen. Wir haben für den Mietwagen, den wir über Sixt gebucht haben, für 18 Tage (auf der ersten Station in Lissabon benötigt man keinen Mietwagen) insgesamt knapp 700 EUR bezahlt.

Inklusive waren sämtliche Kilometer, der Flughafenzuschlag, ein Navi, eine Mautbox, ein zweiter Fahrer, neben Vollkaskoschutz ohne Selbstbeteiligung noch eine Reifen- und Glasversicherung. Dabei hat der Mietwagen an sich, also ohne Versicherungen, etc. pro Tag 18 EUR gekostet.

Wir haben dafür einen Renault Captur bekommen, nicht unser Wunschwagen, denn leider war die reservierte Kategorie nicht verfügbar. Leider war der Renault auch sehr schwach motorisiert, so dass er doch einige Probleme hatte, die vielen Berge im Douro-Tal oder die Steigungen im Naturpark am Cabo da Roca schneller als 40 km/h zu erklimmen. Ich kann dir daher nur empfehlen, darauf zu achten, dass der Mietwagen ein paar mehr PS hat.

 

unser Mietwagen in Sagres

Autofahren in Portugal 

Autofahren in Portugal habe ich als sehr entspannt wahrgenommen, von wenigen Momenten abgesehen. Zum Beispiel als unser Renault gemütlich die Berge hochgefahren ist und damit einen kleinen bis mittleren zäh fließenden Verkehrsfluss hinter uns produziert hat. Aber hey, die Portugiesen überholen dann einfach und gut ist.

Das Autofahren auf Lissabons Autobahnen ist auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich dem Verkehrsfluss anschließt und sich nicht beirren lässt von merkwürdigen Fahrmanövern, dann kommt man gut klar. Außerdem ist der Berliner Straßenverkehr schon mal eine gute Übung. 😉

Das Fahren auf Portugals Autobahnen ist größtenteils mautpflichtig. Teils ist es nur möglich, elektronisch Maut zu bezahlen, teils gibt es auch noch die guten alten Mauthäuschen, in dem man bar die Maut begleichen. kann. Gerade für ersten Fall, auf Autobahnen mit elektronischer Maut, ist es ratsam, sich gleich bei der Mietwagenfirma ein E-Toll Gerät anzumieten. Man fährt damit immer auf der linken Spure (Via Verde Spur) ohne anzuhalten.

Die Maut wird über das E-Toll Gerät direkt von der Mietwagenfirma beglichen und dir dann im Abschluss berechnet. Uns hast das E-Toll Gerät für die drei Wochen 15 EUR gekostet. Aufgrund der langen Distanzen sind wir häufig auf Autobahnen gefahren und haben insgesamt ca. 80 EUR für die Maut bezahlt.

Das Tanken in Portugal ist auch im Vergleich zu Deutschland etwas teurer. Wir haben insgesamt für 1.535 km 260 EUR ausgegeben.

Portugal – das Land der Kreisverkehre. Ehrlich, ich habe selten so viele Kreisverkehre gesehen. Stell dich also auf viiiiiiiele Kreisverkehre ein.

Unsere Reiseroute durch Portugal

Wir sind insgesamt 18 Tage mit dem Mietwagen kreuz und quer durch Portugal gefahren und haben dabei 1.535 km zurückgelegt. Rückblickend betrachtet war dies eine tolle Route für das erste Mal in Portugal. Man sieht sehr viel und kann sich auch mal zwischendurch erholen oder einfach nur die Füße hochlegen.

Stationen der Reise waren:

  • Lissabon und Umgebung
  • Aveiro
  • Porto
  • Douro-Tal
  • Coimbra
  • Algarve
  • Alentejo

Tag 1 bis 3 | Lissabon

Die erste Station auf unserer Portugal Rundreise war Lissabon. Wir sind um 14.30 Uhr am Terminal 1 des Lissaboner Flughafen angekommen. Wir hatten uns vorab Online Voucher für den Aerobus gekauft und konnten damit direkt zum Busfahrer gehen, um sie dort gegen Tickets einzutauschen. Da wir am 4. Tag noch einmal zum Flughafen mussten, um den Mietwagen abzuholen, hatten wir gleich Hin-und Rückfahrt (Kosten pro Person: 5,40 EUR – Stand September 2017) gekauft. Achte darauf, dass du die Tickets, die du am ersten Tag erhältst, nicht wegschmeißt. Haben wir natürlich gemacht und dann gemerkt, dass wir diese für die Rückfahrt benötigen.

Der Aerobus fährt quasi einmal im Kreis und steuert dabei mehrere Hotels in Lissabon an. Wir hatten Glück, unser Hotel lag sehr günstig auf der Route, so dass wir in 15 Minuten Busfahrt und einem zwei Minuten Fußmarsch im Hotel waren.

Im Anschluss haben wir uns Richtung Meer aufgemacht, haben den Praca do Commercio bewundert, sind über die Rua de Augusta geschlendert und haben dann den Sonnenuntergang am Cais Sodre bewundert.

Der kommende Tag stand ganz im Zeichen von Belém. Dieser Stadtteil von Lissabon ist u. a. bekannt für den Torre de Belém, das Denkmal für die portugiesischen Seefahrer und seine Puddingtörtchen (Pasteis de Belém). Wir haben uns übrigens an diesem Tag mit einem Hop-on Hopp-off Bus durch die Gegend kutschieren lassen, was ich allerdings nicht empfehlen kann. Man kommt auch ganz gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Belém und die restlichen Sehenswürdigkeiten lassen sich auch besser zu Fuß erkunden.

Der letzte Tag in Lissabon stand im Zeichen meines Mega-Sonnenbrandes, den ich mir am Tag zuvor zugezogen habe, so dass ich mich erst wieder abends aus dem Hotel getraut habe. Die September Sonne ist definitiv zu stark für meine Haut gewesen. So haben wir dann abends den Sonnenuntergang am Castelo de Sao Jorge bewundert, nicht ohne zu Fuß über die steilen Hänge nach oben zu klettern und dabei an der Kathedrale von Lissabon vorbei zukommen. Auf dem Rückweg liefen wir dann kreuz und quer durch Alfama, einem Stadtteil von Lissabon, das vor allem für seine zahlreichen Restaurants und Fado Lokale bekannt ist.

Was ist denn Fado… wirst du dich fragen. Mit Recht. Ich kannte das vor meiner Portugal auch nicht. Der Fado bezeichnet einen Musikstil, den es eben nur in Portugal gibt. Diese Fado Lieder handeln hauptsächlich von Herzschmerz, Sehnsucht nach vergangenen und besseren Zeiten und werden in den entsprechenden Lokalen, meist auch spontan, vorgetragen. Leute wie du und ich können hier ihrem Herzschmerz Luft machen.

Hoteltipp für Lissabon: Ich habe im Hotel Jupiter Lisboa übernachtet und war begeistert.

Sonnenuntergang & Ausblick vom Castelo de Sao Jorge
Ausblick auf die Ponte de 25 Abril vom Bahnhof Cais do Sodré
Torre de Belém

Tag 4 | Von Lissabon nach Aveiro

Am 4. Tag unserer Portugal Rundreise holten wir unseren Mietwagen am Flughafen in Lissabon ab und machten uns auf den Weg zum Cabo da Roca, zum westlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Der Cabo da Roca liegt wirklich wunderschön im Parque Natural Sintra-Cascais. Die Straße windet sich malerisch und kurvenreich durch den Park, so dass eigentlich nur der Beifahrer etwas von der schönen Aussicht hat.

Angekommen am Cabo da Roca erwarten einen Massen an Touristen, die mit Bussen dorthin gekarrt werden und sich gegenseitig im Selfie machen hinter den Absperrungen übertreffen wollen. Wenn man das mal ausblendet, ist die Aussicht dort einfach traumhaft und die Felsen sehr beeindruckend. Vor Ort gibt es ein rustikales Restaurant, in dem du unbedingt die typischen Süßigkeiten (Queijadas de Sintra) aus dieser Region probieren musst.

Im Anschluss führte uns unsere Fahrt nach Aveiro, wo wir gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Strand angekommen sind.

Distanz: ca. 290 km

Zeitplanung:  vom Flughafen Lissabon zum Cabo da Roca ca. 1 Stunde und von Cabo da Roca nach Aveira ca. 3 Stunden auf der Autobahn

Leuchtturm am Cabo da Roca
Cabo da Roca
Cabo da Roca
Sonnenuntergang am Strand in Aveiro

Tag 5 | Von Aveiro nach Porto

Aveiro ist eine kleine Stadt mit ca. 73.000 Einwohnern, die durch ihre 3 Kanäle auch das Venedig Portugals genannt wird. Und so schippern dann auch im Zentrum der Stadt viele Boote mit Touristen an Board über das Flüsschen Ria. Ein kleiner Spaziergang lohnt auf jeden Fall durch die vielen kleinen Gassen. Sehenswert sind auch die Kathedrale und die Kirche von Aveiro, die man beide auf dem Spaziergang gut erreichen kann.

Im Anschluss ging es wieder auf die Autobahn in Richtung Porto. Autofahren in Porto selbst ist allerdings eine Herausforderung. Auch hier geht es wieder hoch und runter durch Einbahnstraßen und über schmale Gassen, von denen man glaubt, dass sie doch unmöglich eine offizielle Straße sein können. Sind sie aber. Daher würde ich dir empfehlen, möglichst die Innenstadt zu meiden. Es sei denn du magst diesen Nervenkitzel. 😉

Dummerweise lag unsere nächste Unterkunft mitten im Zentrum von Porto und das Navi lotste uns unter mehreren Schweißtropfen auf der Stirn ins nahegelegene Parkhaus. Für die nächsten 3 Tage ließen wir unser Auto in dieser Tiefgarage. Das Parken dort war allerdings sehr teuer, denn für 3 Tage zahlten wir insgesamt 69 EUR. Und das auch nur, weil wir das normale Parkticket kurz vor der Ausfahrt am Info Schalter des Parkhauses gegen ein 24-Stunden Ticket à 23 EUR pro Tag getauscht haben.

Noch am selben Abend machten wir uns auf eine erste Erkundungstour, die uns zur Igreja do Carmo mit den berühmten und für Portugal typischen Fliesen führte, vorbei an der Universität von Porto und zum Passeio das Virtudes, von wo man einen schönen Ausblick auf den Sonnenuntergang haben kann. Mir hat der Ort allerdings nicht wirklich gefallen, auch wenn oder vielleicht gerade deswegen sich dort viele Menschen versammeln.

Mich zog es erst weiter bergab Richtung Douro um dann wieder nach oben zu krabbeln und endlich eine leckere Spezialität, die es in und um Porto gibt, zu verspeisen. Hast du schon einmal von Francesinha gehört? Ein verrücktes Gericht, das aus Toastscheiben, belegt mit einem Stück Rindfleisch, mit Wurst und Kochschinken besteht und das mit Käse überbacken und häufig noch mit einem Spiegelei serviert wird. Dazu gibt es eine Soße aus Tomatenmark, Bier und Senf, häufig wird auch noch Portwein dazugegeben. Verrückt, aber lecker.

Distanz: ca. 80 km

Das Zentrum von Aveiro
Aveiro
Aveiro - Igreja da Vera Cruz
Porto - Igreja do Carmo

Tag 6 und 7 | Porto

Im Gegensatz zu Lissabons weißgetünchten und rotgedeckten Häusern kommt Porto schon etwas burschikoser aber nicht weniger charmant daher. Auf meinem Spaziergang am nächsten Tag kam ich an mehreren Kirchen vorbei, wie der Igreja Paroquial de Santo Ildefonso und der Igreja do Terco bis ich an der beeindruckenden Kathedrale von Porto angekommen bin, die nicht nur von innen sondern auch von außen sehenswert ist und einen schönen Ausblick auf Porto bietet.

Es ist heiß und die Sonne brennt unermüdlich. Daher überlegen wir es uns zweimal ob wir den weiteren Weg über eine schmale Gasse nach unten nehmen oder lieber umdrehen, um über die Brücke „Ponte Luis I“ zu laufen. Das solltest du unbedingt auch machen. Die Brücke besteht aus zwei Etagen, auf der unteren können die Autos fahren und auch ein schmaler Weg für Fußgänger ist vorhanden. Mehr Platz ist auf der obersten Etage der Brücke, wo sich die Fußgänger den Platz nur mit den Zügen der Metro teilen. Ich muss nicht erwähnen, dass der Ausblick gigantisch ist, oder?

Nach Überqueren der Brücke geht es auf der linken Seite noch einmal ein paar Stufen hoch zum Nonnenkloster Mosteiro da Serra do Pilar, wo du einen atemberaubenden Blick auf Porto hast. In meinen Augen der schönste Ausblick in Porto.

Für den kommenden Tag unserer Portugal Rundreise hatten wir eine Tour durch die einzige Portwein Kellerei, die noch im Besitz einer portugiesischen Familie ist, gebucht. Portwein Kellereien gibt es auf der Seite des Douro (Vila Nova de Gaia), auf der sich auch das Nonnenkloster befindet, genug. Unsere Wahl fiel auf die Kellerei Ferreira. Auf unserer Tour erfuhren wir Wissenswertes über die Geschichte von Antónia Ferreira, die im 19. Jahrhundert das Familienunternehmen mit viel Einsatz zu neuem Erfolg verhalf und mit dazu beitrug, den Portwein bekannt zu machen. Natürlich durften wir den Portwein nach der Führung verköstigen.

Zum Abschluss der Tages haben wir uns noch einen Besuch in der berühmtesten Bücherei Portugals gegeben. Berühmt deswegen, weil die besagte Livreria Lello mit ihrer imposanten Treppe Inspiration für die Harry Potter Bücher war. Ganz schön happig ist der Eintritt. Ja, richtig gelesen. Um die Bücherei zu betreten, muss man 4 EUR Eintritt bezahlen, die dann mit einem Einkauf dort verrechnet werden. Der Ansturm ist hoch und eigentlich empfiehlt sich nur abends kurz vor Schließung um 19 Uhr ein Besuch, da die Schlange ansonsten sehr lang werden kann.

Ponte Luís I in Porto
Blick von der Ponte Luis I auf den Fluß Douro
Kathedrale von Porto

Tag 8 und 9 | Von Porto ins Douro Tal

Inzwischen hatte sich ein Infekt eingeschlichen, inklusive Halsschmerzen, Kopfschmerzen und triefender Nase. Wir schnappten uns nach einem leckeren Frühstück unser Mietwagen und nahmen zunächst die Straße R. do Ouro, die parallel zum Douro fließt und die uns nach Foz do Douro bringen sollte. In Foz do Douro befindet sich der Hausstrand von Porto und ist im Sommer eine tolle Gelegenheit, um am Strand zu relaxen. Hier trifft der Atlantik auf den Douro, was interessante Strömungen verursacht und die Gischt an der Küste hochspringen lässt.

Von Foz do Douro, das übrigens ca. 6 km von Portos Innenstadt entfernt ist und auch mit dem Bus erreicht werden kann, ging es ins Douro Tal, das Tal der Weinreben und des Flusses Douro. Unser kleiner Renault hatte auf dieser Strecke so seine Schwierigkeiten und pustete ganz schön als wir ihn über die bergigen Straßen schickten. So fuhren wir zunächst über die Autobahn A4 und verließen diese bei der Ausfahrt Nr. 18 um dann über die N15, dann N101 und zum Schluss die N108 in Peso da Régua zu landen. Nicht weit von diesem Städtchen befand sich unsere nächste Unterkunft in den Weinbergen.

Ich hätte gerne noch mehr vom Douro Tal gesehen, lag aber wegen meiner Erkältung flach im Bett. Schade. Ich habe mir vorgenommen bald wieder herzukommen.

Distanz: ca. 140 km

An der Küste Portos
Foz do Douro - Mündung des Douro in den Atlantik
Sonnenaufgang im Douro Tal
Sonnenuntergang und Ausblick vom Hotelzimmer

Tag 10 und 11 | Vom Douro Tal nach Coimbra

Vom Douro Tal ging es nun weiter in die Universitätsstadt Coimbra. Landschaftlich war diese Fahrt unserer Portugal Rundreise u. a. geprägt durch die Seenlandschaft rund um den Fluss Mondego. Ein wahres Naturphänomen, das ich bei einem nächste Portugal Besuch unbedingt näher erkunden möchte.

Noch immer war ich mit der Erkältung geschlagen, aber immerhin konnte ich nun an Tag 11 mal wieder einen kleinen Spaziergang unternehmen. Ziel war die Universität von Coimbra, die vor allem dadurch bekannt sein dürfte, dass sich auch hier Joanne K. Rowling von der Uniform der Studenten inspiriert sah. Die Kleidung der Studenten erinnert schon sehr an die Kleidung der Hogwarts Schüler.

Vom Universitätsgelände bzw. vom Platz vor der juristischen Fakultät hat man außerdem einen fantastischen Ausblick auf Coimbra und den Fluß Mondego.

Distanz: ca. 160 km

Universität von Coimbra
Universitätsgelände in Coimbra
Gasse in Coimbra
Im Parque Verde von Coimbra

Tag 12 | Von Coimbra nach Setúbal

Von Coimbra ging es nun Richtung Süden und damit an die Algarve. Auf unserem Weg zu unserer nächsten Zwischen-Unterkunft in Setúbal ging es wieder Richtung Lissabon. Wir nahmen die A1, die in Lissabon über die A12 zur Vasco da Gama Brücke führte. Benannt wurde die Brücke nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama und ist mit ihren knapp 17 km eine der längsten Brücken der Welt und immerhin die längste Brücke in Europa. Beeindruckend, wenn rechts und links neben dir nur der Tejo ist und vor dir nur diese Straße verlaufen.

Über die A12 gelangt man eigentlich direkt nach Setúbal. Allerdings lohnt sich ein Umweg durch den Naturpark Serra da Arrábida, der sich über ein 22 km langes und 8 km breites Areal von Setúbal entlang der Küste bis nach Sesimbra erstreckt. Es gibt hier zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten, die nur dort existieren. Die malerische Küstenstraße EN 379-1 bietet dir einen atemberaubenden Blick auf den Atlantik. Es gibt auf der Strecke übrigens immer mal wieder Haltebuchten, wo zwei, drei Autos Platz haben und wo man einen kurzen (Foto-) Stopp einlegen kann.

Distanz: ca. 260 km

Miradouro Portinho da Arrábida

Tag 13 bis 17 | Von Setúbal an die Algarve (Olhos de Água)

Algarve… Ich komme! Wenn man von Portugal spricht, denken die meisten wahrscheinlich an die Algarve. Interessante Felsformationen, die im Sonnenlicht rot-golden schimmern und den goldenen Sandstränden in Nichts nachstehen. Himmlisch oder fast paradiesisch scheinen die Strände an der Algarve zu sein.

Und… ich kann dir verraten: das ist auch so! Unsere Unterkunft befand sich direkt am Strand von Falésia, einem der schönsten Strände an der Algarve… sagt man. Es lässt sich sicherlich darüber streiten, was der schönste Strand ist und es gibt sicherlich noch ganz viele weitere schönste Strände, aber ich konnte mich nicht beklagen. Hier lässt sich ein entspannter und erholsamer Urlaub verbringen. In dem kleinen Fischerdörfchen Olhos de Água, das nur 4 km von Albufeira entfernt liegt, scheint die Zeit noch still zu stehen. Fischerboote liegen hier im Strand und warten auf ihren nächsten Einsatz am Morgen. Die Idylle wird perfekt mit den kleinen Buchten, die man nur bei Ebbe zu Fuß erreichen kann.

Distanz: ca. 230 km

Praia da Falésia
Praia da Falésia
Praia da Falésia

Tag 18 | Von Olhos de Água nach Sagres

Nach ein paar entspannten Tagen in Olhos de Água fuhren wir weiter nach Sagres, einen der Surfer Hotspots. Entsprechend ging es hier nicht entspannt zu sondern „chillig“. Auch wenn Sagres nur ungefähr eine Stunde von Olhos de Água entfernt ist, erwartet dich hier noch einmal eine ganz andere Welt. Ich fühlte mich hier wirklich ein bisschen wie am Ende der Welt.

Apropos, natürlich musste ich auch zum Cab0 de Sao Vicente fahren, dem südwestlichsten Zipfel Europas. Ich fand diesen Ort sehr mystisch, auch wenn es hier die typische Touristen Maschinerie ebenfalls gab. Im Gegensatz zum Cabo da Roca fand ich es hier „cooler“ und eben mystischer. Fahr also unbedingt dorthin. Dieser Ort darf auf keinen Fall bei deinem Besuch an der Algarve fehlen.

Distanz: ca. 95 km

Farol da Ponta da Piedade
Praia do Beliche
Leuchtturm am Cabo de Sao Vicente
Cabo de Sao Vicente
Cabo de Sao Vicente
Cabo de Sao Vicente
Cabo de Sao Vicente

Tag 19 und 20 | Von der Algarve (Sagres) in das Alentejo

Bye-bye Algarve. Heute geht es auf unserer Portugal Rundreise in das Alentejo. Das Alentejo ist ebenso wie die Algarve eine Region in Portugal und erstreckt sich von der westlichen Küste bis in den Osten an die Grenze Spaniens. Im Norden reicht das Alentejo sogar bis nördlich von Lissabon und umfasst damit ca. 30 % des portugiesischen Festlandes. Allerdings ist das Alentejo auch die am dünnsten besiedelte Region Portugals und gehört leider auch zu den ärmsten Teilen in Westeuropa.

Entlang der Straße N-120 ging es mit unserem kleinen Renault durch den Naturpark Südwest-Alentejo und Costa Vicentina. Wer Natur und Ruhe sucht, wird hier fündig.

Wir besuchten hier die Orte Odeceixe (der allerdings nur knapp an der Grenze noch in der Algarve liegt) und das zauberhafte Örtchen Zambujeira do Mar. Wer Einsamkeit und Ruhe sucht, ist hier goldrichtig. Hier gibt es fantastische Strände mit malerischen Buchten, die kaum besucht sind und wenig Tourismus. Massentourismus ist hier ein Fremdwort. Dennoch scheinen viele Urlauber den Weg hierhin zu finden. Ob nur Backpacker oder Campingurlauber, die Struktur der Touristen ist hier eher individuell.

Distanz: ca. 70 km

Straße im Alentejo
Straße in Odeceixe
Zambujeira do Mar

Tag 21 | Vom Alentejo nach Lissabon

Jeder Urlaub ist auch einmal zu Ende und so brach unser (fast) letzter Tag auf unserer Portugal Rundreise an. Wir fuhren an diesem Tag früh los, da wir unbedingt noch einen Besuch der Cristo Rei Statue abstatten wollten. Die Statue befindet sich im Lissaboner Vorort Almada und liegt direkt oberhalb der berühmten Ponte 25 de Abril. Der Vorplatz an der Cristo Rei Statue empfing uns erst einmal mit lauter Musik. Fand ich etwas deplatziert, aber wenn man dann um die Statue herum läuft und die Aussicht auf die Ponte de 25 Abril genießt, ist nichts mehr davon zu hören.

Den restlichen Tag verbrachten wir damit, uns noch einige Pasteis de Belém einzuverleiben und den Mietwagen am Flughafen abzugeben. Hier verlief alles problemlos. Rein in das Parkhaus am Flughafen, aussteigen, ein Sixt Mitarbeiter lief kurz ums Auto und zack waren wir den kleinen Renault schon wieder los. Bye-bye!

Distanz: ca. 220 km

Ponte 25 de Abril - Lissabon

Tag 22 | Rückflug nach Berlin

Unser Rückflug startete bereits um 6.15 Uhr morgens, so dass wir uns direkt am Flughafen einquartiert hatten. Den letzten Tag bzw. Morgen verbrachten wir also am Flughafen. Wir gingen nicht ohne das Versprechen, wiederzukommen.

Até à vista, Portugal!

Wann planst du also deine Reise nach Portugal? Oder warst du schon einmal dort und hast dich auch verzaubern lassen. Erzähl mir davon in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

 

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