Ein Traum!

Das dachte ich, als ich letztes Jahr meine Toskana Rundreise geplant habe.

Endlich wieder nach Italien.

Ich liebe Italien.

Und die Toskana Rundreise war einer der Höhepunkte, die ich mit Italien in Verbindung bringe. Kein anderes Land hat mich bisher so gefesselt. In keinem anderen Land war ich öfter. Aber warum? Was hat Italien, was andere Länder nicht haben?

Wahrscheinlich ist es eher ein Gefühl. Ein Gefühl, das man kaum in Worte fassen kann. Ein Gefühl, das schon sehr früh entstanden ist und sich eigentlich in jedem Italien Besuch fortsetzt.

Aber woher kommt dieses Gefühl? Ist es nun das leckere Essen, das tolle Wetter oder einfach die tollen Landschaften oder die Kultur, was Italien zu bieten hat? Schauen wir uns doch mal zusammen 10 Gründe an, warum ich Italien liebe und auch du Italien lieben wirst.

Die wunderschöne Landschaft der Toskana

Die Toskana mit ihrer Hauptstadt Florenz hat es mir schon besonders angetan. Dieser wunderschöne Landstreich in der Mitte Italiens mit seinen weiteren Städten Arezzo, Lucca, Pisa und Siena (und natürlich noch viele andere mehr) gehört wohl auch zu den Sehnsuchtszielen von vielen Deutschen.

Schon immer wollte ich mit dem Auto kreuz und quer durch die herrliche hügelige Landschaft der Toskana fahren und italienisches dolce far niente genießen. Kennst du auch diese typischen von Zypressen gesäumten Straßen in der Toskana? Oder wie wäre es mit den endlos erscheinenden Sonnenblumenfelder? Weißt du, wie es ist, an den von Weinreben gesäumten Straßen entlang zu träumen?

Das alles und mehr gibt es in der Toskana. Fein geschwungene Hügel, die sich durch die Landschaft erheben. Ein Fest für die Augen. Über die kurvig geschwungenen Straßen zu fahren, ist zwar etwas ungewohnt, da man nur langsam vorankommt. Aber vielleicht ist es genau das. Langsamkeit, Leichtigkeit, Gemütlichkeit. So lässt sich die Toskana gerne erkunden.

 

Das leckere Essen in Italien

Pizza, Pasta und Gelato. Nirgends gibt es so leckere Pizzen, Pasta oder Eis zu essen. Liebe geht durch den Magen, sagt man. Und auf Italien bzw. das italienische Essen scheint das irgendwie zuzutreffen. Ich könnte mich stundenlang durch italienische Gelaterie oder kleine italienische Restaurants durchschlemmen. Mein bisher absoluter Lieblingsitaliener in Italien ist in Rom zu finden. Ein guter Grund auf jeden Fall, dort immer wieder zurückzukehren.

Aber nicht nur in Italien kann man leckere einheimische Speisen verköstigen. Ich habe endlich auch in Berlin einen tollen Italiener gefunden. Genau genommen einen Sizilianer, der authentisch ist und ein wunderbares Essen auf den Tisch zaubert. Wenn du also mal in Berlin bist und gerne italienisch bzw. typische sizilianische Gerichte wie die Pasta à la Norma oder Pasta mit Salsiccia essen möchtest, dann kann ich dir Il Focaccino nur wärmstens empfehlen. Aber pssst, nicht weiter verraten, soll doch ein Geheimtipp bleiben.

 

Der gute Wein

Hach, il vino! Wer hat nicht schon einmal einen Bardolino, Lambrusco oder Chianti probiert? Scheinen dies doch die bekanntesten Weine zu sein, gibt es einen Haufen weiterer guter oder besserer Weine in Italien. Auf meiner Rundreise durch die Toskana letztes Jahr bin ich ebenfalls durch die herrlichen Landschaften der Weinanbaugebiete gefahren und musste natürlich den Brunello di Montalcino aus dem gleichnamigen Örtchen verkosten. Oder wie wäre es mit einem Soave, einem der bekanntesten Weißweine Italiens?

Die Weine in Italien werden in drei Kategorien eingeordnet. So findest du in Restaurants oft die günstige Variante, die oft als Hauswein oder Tafelwein verkauft wird. Schmeckt lecker, aber ist eben qualitativ nicht besonders aufregend. Am besten hält man Ausschau nach Weinen, die nach DOC oder DOCG qualifiziert wurden und bestimmten Qualitätsmerkmalen unterliegen.

 

Der Espresso

Hast du wirklich schon mal einen guten Espresso getrunken? In Deutschland eher schwierig, selten erlebe ich, wie mir wirklich richtig guter Espresso serviert wird. Espresso zelebrieren die Italiener. Es ist nicht einfach ein Getränk, das nach dem Essen runtergeschluckt wird. Es ist ein Lebensgefühl.

In Italien geht man in eine Bar und bestellt Espresso direkt im Stehen an der Bar. Dort wird er auch getrunken. Wahrscheinlich auch aus dem Grund, dass ein Espresso heiß, sehr heiß sein muss. Da zählt jede Sekunde. Die Tassen sind üblicherweise vorgewärmt, wenn der Espresso reinläuft. Ein „Umweg“ durch das halbe Restaurant zum Tisch kann dann schon Qualitätseinbußen bedeuten. Auch wird der Espresso dann schnell getrunken. Was zählt, ist dieser kurze Genussmoment.

Durch seine besondere Zubereitungsweise erhält der Espresso eine besondere Farbe und einen herben Geschmack, der oft nur mit Zucker zu ertragen ist. 😉 Aber dann ist er ein Genuss. Einen guten Espresso erkennst du übrigens an seiner dunklen Crema, die den Zucker beim langsamen Hineinrieseln nicht sofort durchlässt, sondern nur langsam verschwindet. Viele Espressi (in Deutschland) sind so dünn, dass Zucker sofort nach unten fallen würde. Außerdem hinterlässt die Crema eines Espresso eine charakteristische „Malerei“ an der Innenseite der Tasse.

 

Die Nähe zu Deutschland

Für mich auf jeden Fall ein Grund, Italien zu lieben. Heutzutage kommt man mit dem Flieger ja relativ schnell überall hin. Aber auch mit dem Auto kannst du Italien vergleichsweise schnell erreichen, vor allem wenn du im Süden Deutschlands wohnst. Aber auch von Berlin aus kannst du mit dem Auto entweder gemütlich in mehren Tagen anreisen oder aber auch in einem Rutsch. Möglich ist das eben durch die räumliche Nähe.

 

Das gute Wetter

Das tolle Wetter ist perfekt für einen Urlaub in Italien. Italien ist jedoch in drei unterschiedliche Klimaregionen unterteilt. Der Norden, der durch die Alpenregion mit Gardasee und Südtirol mit kühleren und unbeständigem Wetter geprägt ist. Mittelitalien, in dem es milde Winter und warme Sommermonate gibt. Und das beständig. Perfekt für einen Sommerurlaub am Meer oder für Städtetouren und Roadtrips im Frühling oder Herbst.

Im Süden sowie auf den italienischen Inseln, wie Sizilien oder Sardinien, herrscht mediterranes Klima, das durch geringe Niederschläge und hohe Temperaturen im Sommer geprägt ist. Gerade im Sommer fand ich es dort unerträglich heiß. Auszuhalten ist es dann wirklich nur direkt am Meer, wo gerne eine angenehme, wenn auch nicht kühle, Brise weht.

 

Die beeindruckenden Kulturstätten auf Sizilien

Sizilien ist neben der Toskana und Sardinien mein liebster Ort in Italien. Sizilien ist mystisch, Sizilien ist farbenprächtig (allerdings nur im Frühling), Sizilien ist wie ein Geheimnis, das nicht ausgeplaudert werden darf. Sizilien ist ein Gefühl. Noch vor dem Beginn meines Blogs habe ich dort unzählige Urlaube verbracht und war jedes Mal wieder fasziniert von dieser tollen Insel. Einmal hat es mich dort auch zu einem Sprachurlaub in Taormina verschlagen. Wenn du mehr über mein Sabbatical auf Sizilien erfahren möchtest, kann ich dir auch mein Interview bei Passenger X ans Herz legen.

Aber ich schweife ab. Passiert einfach bei Sizilien. Die Gedanken gehen wandern und verweilen gerne dort. Dort, wo es soviel an Kultur zu entdecken gibt. Denn es gab in der Geschichte Sizilien so viele fremde Eroberer, die ihre Kultur nach Sizilien brachten. Durch die strategisch gute Lage im Mittelmeer war Sizilien schon immer ein begehrtes Objekt.

Ob es nun die Griechen, die Römer oder die Araber waren. Alle prägten Sizilien und hinterließen ihre Spuren, die du nun heute dort entdecken kannst. In Agrigent zum Beispiel findest du den besterhaltenen griechischen Tempel im sogenannten Tal der Tempel. Oder wie wäre es mit Noto, wo du von barocker Baukunst förmlich erschlagen wirst? Nicht umsonst wurde dieses hübsche Städtchen von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen.

 

Die italienische Sprache

Was wäre Italien ohne seine Einwohner mit ihrer gestenreichen Sprache? Oder hast du schon mal ein Espresso auf Italienisch bestellt? Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich italienisch spreche, dann benutze ich automatisch meine Hände und gestikuliere genauso wie die Italiener.

Diese Sprache ist so lebendig wie ihre Einwohner, die sie sprechen. Eine Sprache, die wie Musik klingt und mich auch zuhause in Urlaubsstimmung versetzt. Du sprichst die Sprache noch nicht? Zeit, das nachzuholen.

 

Die traumhaften Strände auf Sardinien

Ein Traum! Das dachte ich auch, als ich das erste Mal nach Sardinien gefahren bin. Diese traumhaften Strände auf dieser wunderschönen Insel. Für einen schönen Strandurlaub wie geschaffen. Butterweicher Sand mit Blick auf das türkisfarbene Meer. Auf Sardinien scheint alles viel farbenprächtiger. Das hat sich auch zu den Reichen und Schönen rumgesprochen, die Sardinien ebenso wegen ihrer Strände besuchen wie „Normalsterbliche“.

Einen besonders beeindruckenden kilometerlangen Strand findest du an der nordöstlichen Küste bei San Teodoro. Am Strand „La Cinta“ kannst du dich zum Beispiel auch mit dem Boot auf einer Vogelbeobachtungstour über den See „Stagno di San Teodoro“ absetzen lassen. Ich garantiere dir, hier findest du einen besonders einsamen Strandabschnitt, da dieser entweder nur mit dem Boot oder über einen kilometerlangen Fußmarsch zu erreichen ist. Ein Traum!

 

Die Hauptstadt Rom

Was für eine Stadt! Diese Stadt wird dich in ihren Bann ziehen. So wie sie es mit mir getan hat. Das Besondere an Rom sind nicht nur die kulturellen Highlights wie Colosseum, Spanische Treppe, Engelsburg und Trevibrunnen sondern auch, dass es einen Staat innerhalb der Stadt gibt. Es handelt sich hierbei um keinen geringeren als die Vatikanstadt, der kleinste Staat auf der Welt.

Auch die Vatikanstadt bietet eine Menge an Sehenswürdigkeiten, wie ganz vorne natürlich den Petersdom von dessen Kuppel du eine einmalige Aussicht genießen kannst oder die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle in dieser einmaligen Stadt.

 

Und? Hast du Lust auf Italien bekommen? Was hält dich ab? Verrate mir doch in den Kommentaren, was Italien für dich ist und warum du Italien liebst oder es kennenlernen möchtest.

Dieser Beitrag wurde inspiriert durch die Europa Blogparade von Trip to the Planet. Du möchtest nicht so weit wegfahren und in Europa bleiben? Dann ist Christinas Blogparade wie für dich gemacht. Lass dich von den anderen Beiträgen zu dieser Blogparade inspirieren.  

 

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