Mit wehenden und zersausten Haaren stehe ich da und staune. Kilometerlange, menschenleere Strände mit bizarren Felsformationen tun sich vor mir auf. Endlose Weiten, in denen ich mich beim Anblick dieses Ozeans verliere.

Die Sonne kitzelt an meiner Nase und streckt ihre warmen Strahlen nach mir aus. Meine Füße verschwinden im feinsandigen Strand und lassen einen wohligen Schauer über meinen Rücken laufen.

So oder so ähnlich muss es in Portugal sein. Aber ich weiß es nicht. Denn ich war noch nie dort. Das können wir ändern, sagte eine innere Stimme zu mir. Mein Urlaubsziel für diesen Sommer stand also fest.

Dass ich Fan von Roadtrips bin, hast du vielleicht schon auf meinem Roadrip durch die Toskana erlebt.

Nun geht’s also nach Portugal. Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, wo genau ich hin möchte, fahre ich einfach durch (fast) ganz Portugal. Begleitest du mich?

 

Die vorläufige Reiseroute für meinen Portugal Roadtrip

Lissabon Airport – Lissabon Stadt – Aveiro – Porto – Douro Tal – Coimbra – Setubal – Albufeira – Sagres – Der Naturpark Südwest-Alentejo und Vicentinische Küste – Lissabon Airport

 

Die vorläufigen Stationen auf meinem Portugal Roadtrip

Die Kilometerangaben sind jeweils geschätzt und geben nur die reine Fahrstrecke ohne evtl. Abweichung und Besichtigungen am Rande der Strecke wider.

Tag 1 bis 3

  • Ankunft am Lissaboner Flughafen und 3 Nächte Aufenthalt in Lissabon

Tag 4

  • Abholung des Mietwagens und Weiterfahrt nach Aveiro mit einer Übernachtung, ggf. mit Besuch in Sintra
  • Distanz: ca. 270 km

Tag 5 bis 7

  • Weiterfahrt nach Porto mit drei Nächten Aufenthalt
  • Distanz: ca. 75 km

Tag 8 bis 9

  • Weiterfahrt ins Douro Tal mit zwei Nächten Aufenthalt
  • Distanz: ca. 110 km

Tag 10 bis 11

  • Weiterfahrt nach Coimbra mit zwei Nächten Aufenthalt
  • Distanz: ca. 160 km

Tag 12

  • Weiterfahrt nach Setubal mit einer Übernachtung
  • Distanz: ca. 240 km

Tag 13 bis 17

  • Weiterfahrt in die Nähe von Albufeira mit 5 Nächten Aufenthalt
  • Distanz: 225 km

Tag 18

  • Weiterfahrt nach Sagres mit einer Übernachtung
  • Distanz: 90 km

Tag 19 bis 20

  • Weiterfahrt in den Naturpark Südwest-Alentejo und Vicentinische Küste mit zwei Nächten Aufenthalt
  • Distanz: ca. 70 km

Tag 21

  • Rückfahrt nach Lissabon, Abgabe des Mietwagens und eine Übernachtung
  • Distanz: ca. 220 km

Tag 22

  • Rückflug nach Berlin

 

Die Highlights auf meinem Portugal Roadtrip

Portugal ist vor allem wegen der Algarve bekannt, der südliche Teil von Portugal, den die meisten Urlauber ansteuern. Bei meiner Recherche bin ich allerdings eher im Norden kleben geblieben, als ich die grünen weiten Landschaften des Douro Tals gesehen habe. Da muss ich hin.

Als die Planungen immer weiter fortgeschritten waren, entdeckte ich auch Sintra, ein kleines, aber sehr interessantes Städtchen in der Nähe von Lissabon. Leider denke das wohl nicht nur ich, denn Sintra soll sehr viele Touristen anlocken, und das auch scharenweise in Bussen. Eigentlich sind solche Orte dann eher nichts für mich, aber Sintra soll so wunderschön sein, das darf man nicht verpassen. Ich bin also gespannt, wie es mir dort gefällt.

Weitere Highlights sind natürlich die beiden größten Städte Porto und Lissabon, die auf meinem Portugal Roadtrip nicht fehlen dürfen. Porto wurde sogar zum TOP Reiseziel in 2017 gekürt.

 

So habe ich den Portugal Roadtrip geplant

Nachdem feststand, dass es in diesem Jahr drei Wochen nach Portugal geht, wurden zunächst die Flüge gebucht und erst einmal grob Eckpunkte auf meiner Karte festgelegt, die ich unbedingt sehen wollte. Ich nutze dafür übrigens My Maps von Google und trage dort alle Orte ein. Als klar war, dass es Orte gab, an denen sich interessante Dinge häuften, suchte ich in der Umgebung nach passenden Hotels.

Ich bin übrigens nach wie vor ein großer Fan von Hotels, AirBnB und dergleichen ist eher nichts für mich. Auch wenn der Hype um AirBnB, Appartments oder Bed & Breakfasts immer mehr Schwung bekommt, bevorzuge ich die klassische Übernachtungsmöglichkeit. Ich werde daher auf meiner Route in Hotels übernachten, die ich auch schon vorher gebucht habe.

Ich mag keine Überraschungen und weiß gerne schon vorab, wo ich den Abend verbringen werde. Das nimmt sicherlich etwas Flexibilität und Spontanität, aber dafür auch den Stress, spontan eine Unterkunft finden zu müssen.

Eine Ausnahme habe ich in Porto gemacht. Da ich hier keine schönen Hotels gefunden bin, bin ich bei einem Apartment hängen geblieben.

Gebucht habe ich auch vorab den Mietwagen, der uns hoffentlich von A nach B bringen wird.

 

Tipps zur Mietwagenbuchung beim Portugal Roadtrip

Den Mietwagen – so ziemlich das wichtigste auf einem Roadtrip – haben wir bei einem großen deutschen Unternehmen reserviert, mit Zahlung nach Übernahme des Wagens. So haben wir nebenbei auch noch einmal gespart. Wir haben zunächst den Mietwagen bereits einige Monate im Voraus reserviert.

Ungefähr vier Wochen vorher war der selbe Mietwagen um knapp 150 EUR günstiger geworden. Es lohnt sich also, die Preise kurz vorab noch einmal zu überprüfen. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Wagen nicht schon vorab bereits bezahlt wurde.

Versicherungen

Wichtig bei der Mietwagenbuchung ist vor allem auch die Versicherung. Achte darauf, dass der Wagen vollkaskoversichert ist und daneben noch eine Reifen- sowie Scheibenversicherung hat. Dies kann sich vor allem lohnen, wenn die Straßen nicht immer in perfektem Zustand sind. So gehst du auf Nummer sicher.

Zusatzkosten

Wenn du nicht alleine fahren möchtest, lohnen sich außerdem die Kosten für den Zusatzfahrer. Ein Navi ist in meinem Augen ebenfalls bequemer als das eigene Handy oder die gute alte Straßenkarte. Eine Straßenkarte haben wir für den Notfall – sollte sich das Navi mal verabschieden – ebenfalls dabei.

Maut

Portugals Autobahnen sind mautpflichtig. Die Maut wird dabei größtenteils nur noch elektronisch erfasst. Dabei gibt es eine umständliche Variante, Maut zu bezahlen und eine etwas einfachere. Die erste Variante ist, wenn du bei Übernahme deines Mietwagens kein Erfassungssystem mit buchst. Hier musst du dann nach Ende deiner Fahrten zu der portugiesischen Post gehen, um dort deine Maut, die mittels Erkennen deines Kennzeichens erfasst wurde, bezahlen. Es dauert allerdings zwei Tage, bis diese vollständig erfasst wurde. Und wer hat schon diese Zeit am Ende seines Urlaubs?

Am besten buchst du ein Erfassungsgerät bei der Reservierung deines Mietwagens gleich mit. Das kostet natürlich extra, erspart dir dann aber die Rennereien nach der Rückgabe des Mietwagens. Die Maut wird direkt von der Mietwagenfirma von deiner Kreditkarte zusammen mit dem Mietwagenpreis abgezogen. Viel Kontrolle über die Kosten hat man hierbei nicht. Allerdings kannst du auf der portugiesischen Seite Portugall Tolls die Maut ausrechnen lassen.

 

Ausstattung und Checklisten

Ich gebe zu: ich hasse es, Koffer zu packen. Es dauert bei mir immer Stunden, auch wenn ich schon vorab meine Packliste erstellt habe. Irgendwie bin ich nicht dazu gemacht, Koffer zu packen. 😉

Dieses Mal verreise ich nun mit meinem nigelnagelneuen Samsonite Rewind Koffer mit einem Fassungsvermögen von 72,5 l. Passend dazu bin ich dieses Mal mit dem Laptop Rucksack aus der gleichen Serie unterwegs, das dann als Handgepäck herhalten muss. Ich probiere dieses Mal auch ein Packset mit Kompression aus, das hoffentlich für mehr Platz im Koffer sorgen wird.

Auf längeren Reisen, so auch auf diesem Roadtrip, erstelle ich vorab immer eine Packliste, damit ich nichts wichtiges vergessen. Natürlich ist man auch in Portugal nicht aus der Welt. Aber mal ehrlich, hast du Lust, an deinem ersten Tag im fremden Land erst mal Zahnpasta und Unterwäsche kaufen zu gehen? Also, ich nicht. Daher versuche durch meine Packlisten an alles zu denken, damit der Urlaub vor Ort entspannt bleibt.

Was ich alles dabei habe, kannst du in meiner Checkliste fürs Packen und auch für to do’s vorab nachlesen. Hol dir die Packliste gleich hier.

 

Inspirationsquellen

Ich bin ein visueller Typ und so lasse ich mich gerne von Fotos inspirieren. Und du glaubst gar nicht, wie viele Fotos ich z. B. auch auf Instagram gesehen habe und das dann natürlich auch gleich live sehen will. Aber nicht nur Instagram war eine gute Inspirationsquelle für meine Portugal Roadtrip. Zahlreiche Reiseführer, Artikel anderer Reiseblogger und Apps haben mir bei der Planung geholfen.

Hilfreiche Apps

Ich plane gerne meine Reisen bei Google My Maps. Diese Karten kannst du bequem am Rechner planen und dann als App auf deinem Smartphone – ich rede hier nur vom iPhone – mitnehmen. My Maps heißt dann als App übrigens My Pins. Dafür benötigst du allerdings ein google Konto.

Auf Reisen nutze ich dann gerne die App maps.me, bei der du vorab Karten für das entsprechende Reisegebiet herunterladen kannst. Diese sind dann vor Ort als Offline Karten verfügbar, so dass dein Handytraffic davon nicht beeinträchtigt wird.

Hilfreiche Artikel & Reiseführer

Hilfreiche Informationen habe ich im Michael Müller Reiseführer für Portugal gefunden. Ganz besonders empfehlenswert finde ich den etwas anderen Reiseführer „The Wild Guide“, der viele Tipps abseits der üblichen Touri-Wege geben kann.

Ganz besonders mag ich natürlich auch die Reiseberichte der anderen Reiseblogger. So hat mich Katharina von Tipps 4 Travellers erst auf den Geschmack mit Portugal gebracht. Ihren Roadtrip zwischen Porto und Lissabon kannst du hier nachfahren.

Wunderschöne Fotos konnte ich bei Colors of the World finden. Lisa und Alex waren ebenfalls in Portugal und haben atemberaubende Fotos mitgebracht.

Ganz besonders ergriffen hat mich der Beitrag von Doreen vom Blog She is on the road again. In Sagres, an der südlichen Küste Portugals, hat sie einen Bootsausflug unternommen, um Delfine zu beobachten. Ich hoffe mal, dass ich mich ebenfalls traue, auf einer kleinen Nussschale aufs offene Meer zu fahren. Geplant ist es eigentlich…

 

Tolle Instagram Accounts

Instagram. Ja, ich mag diese Plattform. Und so habe ich dort unzählige Fotos von Portugal entdeckt. Hier mal eine kleine Auswahl an Accounts, die mich inspiriert haben.

 

Fazit

Die Vorfreude ist groß auf meinen Portugal Roadtrip und ich bin wieder mal gespannt, wie die drei Wochen in Portugal sein werden und was ich alles erleben werde.

Möchtest du dabei sein, wenn ich mit wehenden, zerzausten Haaren am Ozean stehe und mir die Sonne die Nase kitzelt? Dann schau doch auf meinem Instagram Account vorbei. Dort erfährst du, welche Stationen ich nehme und wie es mir dort gefällt. Bist du dabei? Ich würde mich freuen.

Warst du vielleicht schon in Portugal und hast noch Tipps für mich. Dann lass es mich in den Kommentaren wissen.

 

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