Warst du schon einmal in Warnemünde? Ich war aus Versehen jetzt schon zweimal dort. Aus Versehen deswegen, weil ich gar nicht wusste, dass ich schon einmal da war.

Offensichtlich blieb mir Warnemünde nicht sonderlich in Erinnerung. Mein erstes Mal in Warnemünde war also eigentlich mein zweites Mal. Wir hatten am letzten Wochenende prächtiges Wetter, schönster Sonnenschein empfing uns als wir nachmittags in Warnemünde eintrafen.

Die Fahrt durch Warnemünde war eher nicht so prickelnd. Wir fuhren über die A103 bzw. A105 nach Warnmünde. Übrigens, auf der A105 gibt es einen mautpflichtigen Tunnel, die Fahrt da durch kostet 3,20 EUR (Stand März 2017). Die Stadtautobahn von Warnemünde säumten hässliche Betonbunker im guten alten DDR Style. Das Ganze wirkte etwas trostlos.

Aber schon bald hatten wir die Betonbunker hinter uns gelassen und näherten uns dem Ziel, das Hotel a-ja Warnemünde, das direkt am Strand liegt. Gleich daneben befindet sich übrigens das Parkhaus Ostsee, in dem man für 11 EUR am Tag, wenn man Gast im a-ja ist, parken kann. Normal kostet die Tageskarte im Parkhaus Ostsee 12 EUR.

Schnell geparkt ging es schon zum nächsten Programmpunkt: Kuchen essen. Wir ließen uns auf der Terrasse vom Hotel nieder und haben den Kuchen bei einer frischen Meeresbrise genossen. Nun waren wir perfekt gestärkt, um das kleine Strandbad zu erkunden.

 

Der Leuchtturm in Warnemünde

Das Wahrzeichen schlechthin und schon sehr imposant, wenn man direkt davor steht. Auch total witzig, dass er direkt in der Fußgängerzone steht. Dort habe ich nicht unbedingt einen Leuchtturm vermutet. Aber noch heute ist er in Betrieb und sendet sein Licht auf die See.

Auf zwei Aussichtsplattformen kannst du die Aussicht von dem 31 m hohen Turm auch genießen. Allerdings nur von Mai bis September. Schade, ich war im März dort und konnte leider nicht hochklettern.

 

Der Alte Strom

Der Alte Strom mit seiner Flaniermeile war gut besucht an diesem Wochenende im März. Für meine Verhältnisse zu gut besucht. Kein Wunder, Fischkutter an Fischkutter liegen im Hafen und geschäftstüchtige Fischer verkaufen an Einheimische und Touristen Fischbrötchen und mehr.

Hier fahren auch Unmengen an Ausflugsschiffe ab, die dich auf eine Hafenrundfahrt mitnehmen. Für mich war das allerdings zu viel Rummel und Kommerz. Ich bin daher schnell weitergelaufen, zum Beispiel zur Westmole.

 

Die Westmole

Ich gebe es zu, auch zur Westmole zieht es Scharen an Besuchern. Dennoch hat die Westmole etwas Beruhigendes. Kein Wunder, wir stehen hier wirklich am äußersten Zipfel von Warnemünde und haben einfach nur einen tollen Ausblick aufs Meer.

Die 541 m lange Mole bietet außerdem den besten Blick auf alle einfahrenden Schiffe, ob es nun nur kleine Fischkutter sind oder die ganz großen Schiffe.

 

Achterreeg

Achterreeg ist plattdeutsch und bezeichnet die heutige Alexandrinenstraße, die parallel zum Alten Strom verläuft und schon ein ganz anderes Bild von Warnemünde liefert.

Ruhig, idyllisch und gemütlich. Hier lässt es sich aushalten und die schönen Häuschen bewundern. Du kannst hier zum Beispiel das Heimatmuseum besuchen oder einfach in der ruhigen Straße an kleinen Läden und Geschäften vorbei schlendern.

 

Die Warnemünder Kirche

Auf deinem Rundgang durch den gemütlichen Teil von Warnemünde über die Alexandrinenstraße kommst du dann auch an der Warnemünder Kirche vorbei. Die ist auch noch relativ jung und wurde erst im Jahr 1871 eingeweiht. Ihre „Vorgängerin“, die etwas näher am Alten Strom stand, wurde den Einwohnern und Besuchern schlicht zu klein.

 

Der Teepott

Was für ein witziger Name für ein Gebäude. Der Teepott ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das direkt neben dem Leuchtturm liegt und erst 2002 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder eröffnet wurde. In dem Gebäude selbst befinden sich mehrere Geschäfte, wie eine Bar und eine Bäckerei.

 

Der Strand

Der Strand ist so ziemlich das Beste an Warnemünde. Kilometerlanger Strand (ca. 5 km) so weit das Auge reicht. Feiner Sand, der deine Füße umgibt und in dem es einfach Spaß macht, ihn barfuß zu erkunden.

An einigen Stellen erreicht der Strand sogar eine Breite von 100 m und zählt damit zu den breitesten Stränden an der Ostseeküste von Mecklenburg Vorpommern.

Ich gebe zu, im März war es noch zu kalt, aber gekitzelt hat es mich schon, die Schuhe auszuziehen und die Füße in den feinen Sand zu stecken oder von einer kleine Welle im Meer umspülen zu lassen.

Ich habe es gelassen und einfach so bei einem Spaziergang den Ausblick auf die Weite und die friedliche Stille, die das Meer ausstrahlt, genossen. Nur zu dumm, dass viele andere die selbe Idee hatten, denn leer war der Strand leider nie.

Ich möchte gar nicht wissen, wie überlaufen der Strand im Sommer ist. Dann doch lieber mal in der kühleren Jahreszeit einen Abstecher nach Warnemünde machen.

 

Der Sonnenuntergang am Meer

Ich glaube, viele Worte muss ich gar nicht dazu verlieren. Der Sonnenuntergang am Meer von Warnemünde ist schon was besonderes und wie aus dem Bilderbuch.

Im Vergleich zu Binz auf Rügen ist der Sonnenuntergang in Warnemünde das, was es sein soll. Hier kannst du einfach staunen, wie schön und gewaltig die Natur ist.

Die Sonne geht direkt über dem Meer unter und liefert damit bei schönem Wetter ein tolles Schauspiel, das du unbedingt genossen haben solltest.

 

Fazit

Warnemünde ist zwar schön, vor allem der tolle Strand hat es mir angetan. Aber es war mir definitiv zu voll. Um ein wirklich entspanntes Wochenende zu verleben, ist Warnemünde nicht gerade der geeignetste Ort.

Zu viele Menschen, die schon in der Vorsaison entlang der Strandpromenade flanieren, den Strand bevölkern oder entlang des Alten Stroms laufen.

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es hier im Sommer zugeht. Warnemünde ist daher nur für die Vorsaison zu empfehlen und wenn man ein Hotel abseits des Rummels gebucht hat.

Wie ist es dir ergangen als du dort warst? Oder möchtest du einmal nach Warnemünde? Erzähl mir doch davon in den Kommentaren. Wenn dir der Artikel gefällt, freue ich mich auch, wenn du ihn mit deinen Freunden teilst.

 

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