Bloggerreise

Eigentlich nicht zu glauben, aber ich war tatsächlich noch nie im Spreewald. Dabei liegt der Spreewald nur gut eine Autostunde von Berlin entfernt. Und auch mit der Bahn kommt man in ca. 1 Stunde in diese Region.

Aber was ist überhaupt dieser Spreewald und welche Sehenswürdigkeiten kannst du dort erkunden? Es handelt sich hierbei um eine Region, die im südöstlichen Teil des Landes Brandenburg gelegen ist. Durch ihre besondere tief gelegene Lage, die durch Moorgebiete und viele verzweigte Kanäle der Spree (Fließe genannt) geprägt ist, ist sie für für viele Tier- und Pflanzenarten eine geschützte Heimat. Die UNESCO hat den Spreewald sogar als Biosphärenreservat ausgezeichnet.

Aber nicht nur Naturliebhaber werden im Spreewald auf ihre Kosten kommen, sondern auch Kulturinteressierte. Denn der Spreewald wurde stark durch die Sorben geprägt, deren Kultur auch heute noch in der gesamten Region zu erfahren ist.

Vor allem für Naturfans bietet der Spreewald eine Fülle an Aktivitäten. Der Sommer bietet sich für Outdoor Aktivitäten natürlich besonders an. Dass man aber auch im Winter den Spreewald erkunden kann, möchte ich dir heute zeigen. Kommst du mit auf unsere kleine Reise in diese schöne Region Brandenburgs?

 

 

Stadtbummel durch das winterliche Cottbus 

Die kreisfreie Stadt Cottbus ist die zweitgrößte Stadt Brandenburgs und liegt mit ihren ca. 100.000 Einwohnern am südlichen Rande des Spreewalds. Klar, dass Cottbus bei einer Erkundungstour durch den Spreewald nicht fehlen darf. Mir hat es hier vor allem die Altstadt angetan, mit ihren hübschen Häusern macht das Schlendern in der autofreien Zone gleich viel mehr Spaß. Viele Geschäfte laden zum Shoppen ein, und gemütliche Cafés zum Verweilen. Sogar Harry Potter Fans werden hier fündig, denn es gibt in Cottbus sogar einen Elbenwald Store.

Wer hoch hinaus will, der wird die Aussicht vom Spremberger Turm am Rande der Altstadt sicherlich toll finden. Der Spremberger Turm ist das Wahrzeichen von Cottbus und kann das ganze Jahr über besichtigt werden. Möglich ist das durch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich für ihren Spremberger Turm engagieren.

Wer sich kulinarischen Genüssen widmen möchte, der wird in Cottbus ebenfalls fündig. Traditionelle Handwerkskunst wird hier ganz großgeschrieben und so verwundert es nicht, dass ein gut gehütetes Rezept für den Cottbusser Baumkuchen in fester Hand vom Konditormeister … Laubach ist. In seiner Baumkuchenmanufaktur kannst du dir erklären und zeigen lassen, wie Baumkuchen hergestellt wird.

 

Infos zu Cottbus

  • Anreise mit dem Auto über die A15
  • Parken außerhalb der Altstadt. Es gibt ein Parkhaus in der August-Bebel-Str. 2
  • Aussicht vom Spremberger Turm: ganzjährig geöffnet
  • Aufwärmen beim Baumkuchen Schaubacken: zwischen Oktober und April
spreewald sehenswuerdigkeiten spremberger turm

Aussicht vom Spremberger Turm auf Cottbus

spreewald sehenswuerdigkeiten baumkuchenmanufaktur

In der Baumkuchenmanufaktur Cottbus werden die Baumkuchen hergestellt

 

Weihnachtsmarkt in Cottbus 

Die Aussicht auf die schöne Altstadt von Cottbus und den leckeren Baumkuchen hat mich noch einmal zur Weihnachtszeit in den Spreewald gelockt. Denn den Cottbusser Weihnachtsmarkt wollte ich mir nicht entgehen lassen. Wie weihnachtlich wird er wohl sein?

Auf dem Weihnachtsmarkt der 1.000 Sterne, wie er von den Cottbussern genannt wird, begegnen mir überall in der Altstadt Herrnhuter Sterne in den Cottbusser Farben rot-weiß. An den Buden leuchten Lichter und der Duft von Glühwein und Lebkuchen schlägt mir entgegen. Das Zentrum des Weihnachtsmarkes bildet die große Weihnachtstanne auf dem Altmarkt. Und auch hier gibt es viele Herrnhuter Sterne zu bewundern, denn unzählige Sterne schmücken die Tanne. Gleich daneben steht eine riesige Weihnachtspyramide, auf der sich handgeschnitzte und regional Figuren drehen.

Auf dem Weihnachtsmarkt ist viel los und bietet für jeden etwas. So können sich die Kinder an einigen Fahrgeschäften erfreuen und die Erwachsenen neben Thüringer Rostbratwurst und Glühwein auch viele regionale Köstlichkeiten probieren oder traditionelle Waren, wie den Schwibbogen oder Pulsnitzer Pfefferkuchen erwerben. Trotz der Fahrgeschäfte, die ich auf Weihnachtsmärkten eher nicht so schön finde, bleibt es besinnlich auf dem Cottbusser Weihnachtsmarkt. Der Andrang an Menschen verläuft sich auf dem weitläufigen Gelände und trägt so ebenfalls zu einer entspannten Atmosphäre bei.

Spreewald Sehenswürdigkeiten - Weihnachtsmarkt Cottbus

Blick auf den Weihnachtsmarkt in Cottbus

 

winterliche Kaminkahnfahrt vom Spreehafen Burg

Mein persönlich liebster Tipp in Sachen Spreewald Sehenswürdigkeiten ist eigentlich ein Erlebnis. Denn eine Kahnfahrt durch den Spreewald ist ein tolles Erlebnis, das ich schon immer einmal machen wollte. Und im winterlichen Spreewald bietet sich eine Kaminkahnfahrt gerade zu an.

Ausgestattet mit warmen Decken, ein paar leckeren Spezialitäten aus dem Spreewald, warmem Kaffee und Glühwein geht es bei einer Kaminkahnfahrt über die Fließe. Ruhig und gemächlich geht es dahin und wäre dort nicht der Fährmann, der seine Geschichten erzählt, es wäre eine Stille, die ihresgleichen sucht. So eine Ruhe habe ich selten erlebt.

Viel zu schnell ging die eine Stunde auf der Kaminkahnfahrt vorbei und viel zu schnell waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt. Schade, ich wäre gerne länger mitgefahren, denn trotz Kälte war es mit den Decken und dem knisternden Kaminfeuer sehr lauschig und angenehm. Ganz nebenbei gab es auch noch jede Menge frische Luft in der Natur des Spreewalds.

 

Infos zur Kaminkahnfahrt

  • Adresse: Spreehafen Burg, Am Hafen 1, 03096 Burg (Spreewald)
  • Anfahrt mit dem Auto über die Autobahn A13
  • Weitere Infos zur Anreise hier
Spreewald Sehenswürdigkeiten - Kaminkahnfahrt

Gemütliches Kaminfeuer auf dem Kahn im Spreewald

Spreewald Sehenswürdigkeiten - Fließe

Mit dem Kahn über die Spreewälder Fließe

 

Stadtrundgang durch Luckau

Auf meiner Reisewunschliste für das Jahr 2019 sollen unbedingt mehr Reiseziele in Deutschland stehen. Einem Städtchen, das ich noch einmal einen Besuch abstatten möchte, ist auch das kleine Städtchen Luckau. Von den Sehenswürdigkeiten Luckaus hat mir am besten die schöne Altstadt gefallen mit ihren aufwendig restaurierten und bunten Häuserfassaden.

Hier findest du auch die Georgenkappelle, wo heute Trauungen stattfinden und den aus dem 17. Jhd. erbauten Hausmannsturm, den du auch von innen besichtigen kannst. Der Turm kann individuell besichtigt werden (einen Schlüssel gibt es im Tourismusbüro). Ganze 47 m ist er hoch und lässt erahnen, auf welch engem Raum die sog. Turmwärter gelebt haben. Die Turmwärter hatten früher die Aufgabe, die Stadt vor Feuer und ähnlichen Unglücken zu warnen.

Auf deinem Rundgang durch Luckau ist ein Besuch der Hallenkirche St. Nikolai ebenfalls zu empfehlen. Besichtigen kann man den Dom der Niederlausitz nach Voranmeldung. Die St. Nikolaikirche gehört zu den 5 wichtigsten Kirchen des Mittelalters in Berlin und Brandenburg. In ihr vereinen sich barocke und gothische Einflüsse. Die Gemeinde Luckau ist besonders stolz auf ihre hochbarocke Kirchenorgel und die reich verzierten Holzemporen.

Nach all den kulturellen Genüssen kann etwas kulinarisches nicht schaden. In Luckau ist der hochprämierte Konditormeister René Klinkmüller beheimatet und verkauft hier seine Törtchen und prämierten Christstollen, den „Bester Publikumsstollen Südbrandenburgs“.

 

Infos zu Luckau

  • Führungen im Hausmannsturm und Nikolaikirche nach Voranmeldung möglich
  • Aufwärmen bei leckeren Törtchen in der Konditorei Klinkmüller, Achtung: sonntags und  montags geschlossen
Spreewald Sehenswürdigkeiten - Altstadt von Luckau

Altstadt von Luckau mit farbenfrohen Häuserfassaden

Spreewald Sehenswürdigkeiten - Konditorei Klinkmüller

Törtchen aus der Konditorei Klinkmüller

 

Besuch im traditionsreichen Wendischen Bauernhof in Lübben

Was wäre ein Besuch im Spreewald ohne seine Kultur und Traditionen kennenzulernen? Ganz entscheidend geprägt haben die Sorben den Spreewald. Schon im 6. Jahrhundert siedelten sie sich im Spreewald und auch heute noch merkt man diese kulturelle Prägung des Spreewalds. So wird dir sicherlich auffallen, dass viele Wegweiser in zwei Sprachen existieren, in deutsch und sorbisch.

In jüngerer Zeit wurde jedoch die sorbische Kultur immer mehr zurückgedrängt und viele Menschen im Spreewald haben es verlernt, ihre sorbische Sprache zu sprechen. Umso schöner, dass nun in den letzten Jahren vermehrt wieder mehr Kulturbewusstsein herrscht und die sorbische Kultur mehr an Bedeutung gewinnt. Zu verdanken haben die Spreewälder dies vor allem vielen älteren Generationen, die mit viel Leidenschaft und Engagement ihr Kultur wieder ins Bewusstsein rücken.

 

Eine bekannte Vertreterin für sorbische (oder auch wendische) Kultur ist Gisela Christl, die sich als Spreewald Christl einen Namen gemacht hat und, die sich in aufwändiger Arbeit mit Unterstützung des Spreewald Vereins ein kleines Schmuckstück mit ihrem Wendischen Bauernhof geschaffen hat. Dieser Veranstaltungsort in Lübben soll Raum bieten für Vorträge und Seminare, die die sorbische Kultur nahe bringen sollen.

Und die Spreewald Christl geht in ihrer Rolle auf. So empfing sie uns auf unserer Bloggerreise in ihrer typischen Tracht, servierte uns typische Spreewälder Köstlichkeiten, wie die Spreewaldgurke und spielte auf dem Akkordeon typische Lieder. Das Ganze wurde abgerundet mit vielen Geschichten rund um das Sorbentum.

 

Infos zum Wendischen Bauernhof und der Spreewald Christl:

  • Adresse: Spreewald-Christl, Gisela Christl, 15907 Lübben (Spreewald)
  • weitere Informationen hier
Spreewald Sehenswürdigkeiten Wendischer Bauernhof

Spreewaldgurke wird im Wendischen Bauernhof serviert

 

Hinweis
Dieser Artikel ist mit Unterstützung durch den Tourismusverband Spreewald entstanden, der mich auf eine winterliche Bloggerreise eingeladen hatte. Vielen Dank dafür. Auf die Veröffentlichung sowie den Inhalt des Textes wurde keinen Einfluss genommen, der Beitrag gibt wie immer meine eigene Meinung wider.

 

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Warst du schon einmal im Spreewald? Mich würde interessieren, wie es dir dort gefallen hat. Schreibe mir doch deine Gedanken in die Kommentare.

 

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